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Milch und Mitleid

Ich vertrage Milch nicht besonders gut. Ein bisschen geht, aber bloß nicht zuviel, das wird unangenehm für mich und Umstehende.

Ich kann aber sehr gut auf Milch verzichten, denn Joghurt, Quark, Buttermilch, Käse, Eis und Co haben mich noch nie so richtig angemacht*. Ich brauche auch keine merkwürdigen Minus-L- oder Soja-Produkte, um Milch zu kompensieren.

Kurz gesagt: Ich esse kaum Milchprodukte und es geht mir gut dabei.

Was an der ich-esse-keine-Milchprodukte-Sache aber mal so richtig nervt, ist das Mitleid, das mir manche Menschen meinen entgegen bringen zu müsssen, wenn sie davon Wind bekommen**:

“Wie du nimmst keine Milch zu dir? Nicht mal Käse? Du Arme!”

“Aber was isst du denn dann??”

“Und Kaffee Latte oder Cappuccino???”***

Und am allerschlimmsten sind Aussagen in der Art von:

“Aber Milch ist doch so gesund! Da fehlen dir ja ganz wichtige Teile der Ernährung! Und wie bekommst du denn dann genug Kalzium???”

Es ist soooo ermüdend Menschen zu erklären, dass das Milch-ist-gesund-Image einfach nur guter Propaganda der Milchwirtschaft und Milchbauernlobby zu verdanken ist und dass man mehr als genug Kalzium zu sich nimmt, indem man ganz einfach Leitungswasser (je härter desto besser****) trinkt….

Hier noch ein Filmchen zum Thema Milch:

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*Butter ist die große Ausnahme unter den Milchprodukten, sie darf in meinem Kühlschrank nicht fehlen.

**Ich finde die mitleidige Reaktion an sich schon befremdlich. Schließlich reagiere ich auf die Auskunft, dass jemand keinen Fisch isst auch nicht mit: “Oooch du Arme/r. Nicht mal Forelle? Und was ist mit Schrimps? Und wo kriegst du dann die Omega-3- und -6-Fettsäuren her?”

***Kaffee gehört schwarz, stark und heiß. Milch verhindert alles davon.

****Hartes Wasser ist nur für Maschinen/Haushaltsgeräte/Rohrleitungen schädlich und für Geschirr unschön. Für den menschlichen Körper (insbesondere das Herz-Kreislaufsystem und das Knochengerüst)  ist hartes Wasser gutes Wasser.

Bücherstöckchen: Top 100

Das Top-100-Bücher-Stöckchen geht derzeit um. Ich hab’s bei Saba und kurz danach bei Bruno gesehen und mitgenommen – schließlich steh’ ich auf Listen.

Die Top 100 beruht auf eine Umfrage des ZFF aus dem Jahr 2004 und handelt sich um eine Liste der damals beliebtesten Bücher Deutschlands.

Die fett markierten habe ich gelesen (Film gesehen zählt nicht als gelesen und ist deshalb nicht markiert). Die, die ich schon lange mal lesen wollte, sind kursiv markiert. Die anderen – ich weiß nicht, ob ich die in diesem Leben noch lesen werde.

001.  Der Herr der Ringe, JRR Tolkien
002.  Die Bibel
(zumindest zum Teil)
003.  Die Säulen der Erde, Ken Follett
004.  Das Parfum, Patrick Süskind
005.  Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry

006.  Buddenbrooks, Thomas Mann
007.  Der Medicus, Noah Gordon
008.  Der Alchimist, Paulo Coelho
009.  Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling
010.  Die Päpstin, Donna W. Cross
011.  Tintenherz, Cornelia Funke
012.  Feuer und Stein, Diana Gabaldon
013.  Das Geisterhaus, Isabel Allende
014.  Der Vorleser, Bernhard Schlink
015.  Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe
016.  Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón (bin gerade dabei, das zu lesen)
017.  Stolz und Vorurteil, Jane Austen
018.  Der Name der Rose, Umberto Eco
019.  Illuminati, Dan Brown

020. Effi Briest, Theodor Fontane
021.  Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling
022.  Der Zauberberg, Thomas Mann
023. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell Im Original
024.  Siddharta, Hermann Hesse
025.  Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch
026.  Die unendliche Geschichte, Michael Ende
027.  Das verborgene Wort, Ulla Hahn
028.  Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt
029.  Narziss und Goldmund, Hermann Hesse
030.  Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley

031.  Deutschstunde, Siegfried Lenz
032.  Die Glut, Sándor Márai
033.  Homo faber, Max Frisch
034.  Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
035.  Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
036.  Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
037.  Owen Meany, John Irving
038.  Sofies Welt, Jostein Gaarder
039.  Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams

040.  Die Wand, Marlen Haushofer
041.  Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
042.  Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
043.  Der Stechlin, Theodor Fontane
044.  Der Steppenwolf, Hermann Hesse
045.  Wer die Nachtigall stört, Harper Lee

046.  Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
047.  Der Laden, Erwin Strittmatter
048.  Die Blechtrommel, Günter Grass
049.  Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque
050.  Der Schwarm, Frank Schätzing
051.  Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks
052.  Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling
053.  Momo, Michael Ende

054.  Jahrestage, Uwe Johnson
055.  Traumfänger, Marlo Morgan
056.  Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger
057.  Sakrileg, Dan Brown
058.  Krabat, Otfried Preußler
059.  Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren
060.  Wüstenblume, Waris Dirie

061.  Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro
062.  Hannas Töchter, Marianne Fredriksson
063.  Mittsommermord, Henning Mankell

064.  Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell
065.  Das Hotel New Hampshire, John Irving
066.  Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi
067.  Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
068.  Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher
069.  Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling
070.  Tagebuch, Anne Frank

071.  Salz auf unserer Haut, Benoite Groult
072.  Jauche und Levkojen , Christine Brückner
073.  Die Korrekturen, Jonathan Franzen
074.  Die weiße Massai, Corinne Hofmann
075.  Was ich liebte, Siri Hustvedt
076.  Die dreizehneinhalb Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers
077.  Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé
078.  Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt
079.  Winnetou, Karl May
080.  Désirée, Annemarie Selinko
081.  Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig
082.  Garp und wie er die Welt sah, John Irving
083.  Die Sturmhöhe, Emily Brontë
084.  P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern
085.  1984, George Orwell
086.  Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy
087.  Paula, Isabel Allende
088.  Solange du da bist, Marc Levy
089.  Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel
090.  Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
091.  Der Chronist der Winde, Henning Mankell
092.  Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow
093.  Schachnovelle, Stefan Zweig
094.  Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski
095.  Anna Karenina, Leo N. Tolstoi
096.  Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
097.  Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas

098.  Der Puppenspieler, Tanja Kinkel
099.  Jane Eyre, Charlotte Brontë
100.  Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood

Nightocean hat bis zum 27. Februar eine Blogparade laufen. Sie bittet um ein Augenfoto, um daraus eine Collage zu basteln.

Gerne mitgemacht

und gespannt auf das Ergebnis.

Spaß mit Worten

Eines der traditionellsten Printmedien, das Konkurrenz aus dem Internet nicht fürchten muss:

“Aachener Printen” Foto: Sven Teschke, Quelle: wikimedia

“Die Farbe Grün” ist das Thema vom Projekt 52. Grün steht für das (neue, junge, frische) Leben, die Hoffnung, die Natur, Grün wirkt entspannend und ist die Farbe der Kreativität.

MoMiMi mag Grün und hält sich mit der Alltagstasche gern im Grünen auf. Leider ist Grün derzeit rar außerhalb der eigenen vier Wände und so muss der Wohnungsdschungel herhalten für ein “im Grünen”-Symbolbild.

Die gesteigerte Aktivität erweckte direkt die Aufmerksamkeit vom Dicken, der sich die gute Gelegenheit, ein bisschen am Elefantenfuß herumzukauen, nicht entgehen ließ.

Leben ohne kochen

Ich war ja zu Silvester mit meiner Freundin V. in Berlin bei ihrem Freund J. Abgesehen davon, dass es schön war, die beiden zu sehen und dass ich die Tage in Berlin wirklich genossen habe, hatte ich auch eine merkwürdige Erkenntnis:

Leute, die niemals in ihrem Leben kochen, gibt es nicht nur in Amiland und im Kino. Sie sind näher als man denkt. Und so war ich in den paar Tagen öfter auswärts essen, als sonst in einem halben Jahr… ein seltsames Leben ist das.

Freiheit ist relativ…

…und keiner kann das besser formulieren als Georg Kreisler:

MoMiMi liest…

Das Geheimnis der Farben – Eine Kulturgeschichte von Victoria Finlay

Inhalt:
Ocker, Rot, Braun, Gelb, Grün, Blau, Purpur: jede Farbe hat ihre Geheimnisse. Die Autorin reist auf der Suche nach der Herkunft, Bedeutung und den Hintergründen durch die Welt und durch den Farbkasten. Das Buch enthält neben teils amüsanten, teils nachdenklich stimmenden Anekdoten viele spannenden Informationen und erstaunliche Fakten. Eine äußerst unterhaltsame Kulturgeschichte voller wundersamer Anekdoten und Berichte über den Ursprung der Farben.

Fazit:
Kein Fachbuch für Farbenlehre und kein Anspruch auf Vollständigkeit. Aber eine kurzweilige Kulturgeschichte und als solche durchaus empfehlenswert.

Ernährungsmythen

Seit ich “Esst endlich normal” von Udo Pollmer gelesen habe, bin ich ein Fan von diesem Mann.

Hier war er zu Gast bei Christoph Süß (auch einer der ganz Großen!) und sprach über Ernährungsmythen, Evolution und Fortpflanzung:

Ankucken, lachen, lernen.

Schadenfreude

Bei Hund-Mensch-Szenen, wie ich sie heute morgen auf dem Weg zur Arbeit beobachtet habe, keimt bei mir unfassbar gehässige Schadenfreude auf.

Ich kann es nämlich schlicht nicht nachvollziehen, wie man einen Hund nicht erziehen kann. Das hündische Wesen an sich schreit förmlich danach, erzogen zu werden. Ein Hund will gesagt bekommen, wer der Chef ist und wo’s lang geht. Und er ordnet sich, freudig mit dem Schwanz wedelnd, als letztes Glied in die Rangordnung ein, um sich dort pudelwohl zu fühlen.

Wenn ich also Menschen sehe, die mit ihren Hunden nicht umgehen können, ärgere ich mich über diese Menschen und die Hunde tun mir leid.

Heute morgen aber musste ich einfach nur laut lachen:

Die Frau von zwei Häuser weiter ging mit ihrem kaum bis gar nicht erzogenen Labrador-Schäferhund-Mischling spazieren. Also eigentlich er mit ihr. Die Straße war verflucht glatt. Der Hund war schnell, das Frauchen nicht. Ich beobachtete, wie sich das Frauchen eine Weile ganz wacker auf den Füßen gehalten hat. Irgendwann aber haben Hund, Glätte und Schwerkraft gesiegt und das Frauchen landete schwungvoll auf ihren vier Buchstaben, während der Hund seinen Spaziergang allein fortsetzte – nun deutlich schneller als zuvor.

Ich nehme an, dass ich (dank meines spontanen Lachanfalls) künftig nicht mehr mit freundlichem Kopfnicken bei gelegentlichen Begegnungen zu rechnen habe.

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