Mein Studienkollege M.P. und ich haben uns in München verabredet zum Viertelfinale kucken. Das war die beste Idee überhaupt! Wetter, Leute, Ort – alles hat gepasst. Und wie der Abend geendet hat, damit konnte keiner rechnen.
Ge-public-viewt haben wir im Olympiastadion – M.P. hat sich gefreut wie ein kleines Kind* und ich fand’s grandios:
Meine Sonnenbrille hat den Jubel zum 3:0 nicht überstanden, aber wer will schon einer Sonnenbrille nachweinen, wenn kurz vor Schluss das 4:0 fällt?
Nach dem Spiel haben wir uns ein Plätzchen gesucht, um das andere Spiel zu sehen und irgendwie sind wir dann in einen englischen Junggesellenabschied geraten. Wie das Spiel ausgegangen ist – keine Ahnung. Der Abend jedenfalls hat mit reichlich Spaß, lauten Gesängen, tanzen auf (und fallen von) Biertischen und vielvielviel Bier geendet. Und mit Engländern, über und über bemalt mit schwarz-rot-gold. Meine Überredungskünste sind auf der Insel bestimmt jetzt schon legendär!
Als es schon fast wieder hell wurde, sind M.P. und ich zurück zum Olympiapark gezogen, noch immer jubelnd, vor lauter Freude wild knutschend, alle Nase lang im Gras landend und haben uns einen Schlafplatz gesucht. DEN Schlafplatz überhaupt:
mit Blick aufs Olympiastadion.
Was vor dem Einschlafen passiert ist, wurde – wie wir hinterher mit Schamesröte im Gesicht feststellen mussten – nicht nur von Hasen und Eichhörnchen beobachtet. Und wer es alles gehört hat, will ich lieber gar nicht wissen.
Als es gegen halb 9 zu warm und hell zum Weiterschlafen wurde, mussten wir die Quittung dafür bezahlen, dass es wirklich eine lange Nacht und wirklich viel Bier war**. Das Aufstehen war ein Kampf und der Heimweg eine Herausforderung.
Der Kater ist inzwischen ausgestanden, aber die Euphorie hält noch immer an!
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* “Kuck mal! Da in der Südkurve, genau DA, war ich früher immer bei den Bayern-Spielen!”
**M.P. hat bis 16 Halbe pro Nase mitgezählt, was danach verkonsumiert wurde, ist nicht mehr rekonstruierbar, fürchte ich, aber ich bin heilfroh, dass wir trotz Trunkenheit von dem Gedanken Abstand genommen haben, vor dem Schlafen schwimmen zu gehen oder ins Olympiastadion einzusteigen, um dort zu übernachten.






